Tarifvertrag metallindustrie kündigungsfrist

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Am 20. Januar 2008 unterzeichneten die Sozialpartner der Metallindustrie den Entwurf eines Abkommens über die Erneuerung des nationalen branchenweiten Tarifvertrags. Der Entwurf der Vereinbarung wurde unter Vermittlung des damaligen Arbeitsministers Cesaro Damiano erreicht. Auf Gewerkschaftsseite sind die Unterzeichner des Abkommensentwurfs die sektoralen Organisationen, die den drei wichtigsten Verbänden angeschlossen sind – der Föderation der Arbeiter- und Arbeitermetallarbeiter (Federazione impiegati operai metallurgici, Fiom-Cgil), der italienische Metallarbeiterverband (Federazione italiana metalmeccanici, Fim-Cisl) und die Italienische Metallarbeitergewerkschaft (Unione italiana lavoratori metalmeccanici, Uilm-Uil). Zu den Unterzeichnern gehören die Föderation der metallverarbeitenden Industrien (Federazione Sindacale dell`Industria Metalmeccanica, Federmeccanica) und die Nationale Vereinigung der Pflanzenbauer (Associazione Nazionale dei Costruttori di Impianti, Assistal), die beide zu Italiens größter Arbeitgeberorganisation, dem Verband der italienischen Industrie (Confederazione Generale dell`Industria, Die neue Vereinbarung tritt am 1. November 2012 in Kraft und läuft bis 2017. Es soll auch als Pilotvereinbarung für andere Sektoren dienen. So haben die VGZ und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) im Juni 2012 eine ähnliche Vereinbarung für Leiharbeitnehmer in Chemieunternehmen geschlossen. Die Chemische Vereinbarung hat die gleiche Laufzeit wie die in der Metallindustrie und Ergänzungen werden auch in fünf Schritten bezahlt werden. Die Skala reicht jedoch von 15 % bis 50 % für die Gehaltsstufen 1 und 2 und von 10 % bis 35 % für die Gehaltsstufen 3 bis 5. Die neuen Regeln gelten für Auszubildende, die ihre Ausbildung nach dem 31.

Dezember 2012 beenden. Die Lehrlingsvereinbarung läuft vom 1. Juni 2012 bis zum 31. Dezember 2014. Neben dem Pilotvertrag für die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten Deutschlands haben Arbeitgeber und IG Metall auch einen Branchentarifvertrag für Leiharbeitnehmer in der gesamten deutschen Elektro- und Metallindustrie ausgehandelt. Die Schwierigkeiten der Verhandlungen zeigen sich in den Reaktionen der Sozialpartner auf die erzielte Einigung. Der Generalsekretär von Fiom-Cgil, Gianni Rinaldini, hat ein “positives Urteil, das nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass das Abkommen aus einem Kompromiss herleitet” geäußert. Insgesamt sind die Gewerkschaften mit dem Vertragsentwurf zufrieden, da sie der Ansicht sind, dass sie “die Gültigkeit des nationalen Tarifvertrags unter dem Angriff der Arbeitgeberorganisationen verteidigt haben”. Minister Damiano begrüßte auch den Entwurf des Abkommens und betonte die zentrale Bedeutung des nationalen Tarifvertrags im italienischen System der Arbeitsbeziehungen. Es ist bezeichnend, dass die Betriebsräte mehr Mitbestimmungsrechte erhalten haben und Verhandlungen zur Regelung des Einsatzes von Leiharbeitnehmern durch einen Betriebsvertrag fordern können.

Die Themen für eine solche Vereinbarung können vom Zweck und dem Einsatzgebiet, dem Umfang der Leiharbeit bis hin zur unbefristeten Beschäftigung dieser Arbeitnehmer reichen. Die Verhandlungen über die Erneuerung des branchenweiten Abkommens, das mehr als 1,5 Millionen Arbeitnehmer umfasst, dauerten sieben Monate und kosteten 40 Stunden Streik. Die Verhandlungsschwierigkeiten bezeugten auch die einseitigen Lohnerhöhungen, die von einigen Unternehmen des Sektors gezahlt wurden; So hat der Fiat-Konzern angesichts seiner guten Wirtschaftsleistung beschlossen, seinen Mitarbeitern einen Vorschuss für künftige Lohnerhöhungen zu zahlen, um den Abschluss der Tarifrunde der Branche (IT0711019I) zu beschleunigen. Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate.